Spieletest zu Metroid: Samus Returns

Am 15.September veröffentlicht Nintendo Metroid: Samus Returns für alle Systeme der Nintendo 3DS-Familie. Dabei handelt es sich um eine Neuauflage des Gameboy Klassikers von von 1991. Dabei bleibt die Geschichte fast unangetastet – technisch wurde das Spiel allerdings an die aktuelle Hardware angepasst und bietet eine komplett neue Steuerung, neue Grafik und auch einige neue Features.

Tötet alle Metroids!

Das Spiel schließt direkt an den ersten Teil an, in dem Samus Aran es gelang, den Heimatplanten der Weltraumpiraten Zebes zu infiltrieren und die Metroids inklusive Mother Brain zu besiegen. Um die Gefahr der Metroids aber ein für alle mal zu neutralisieren, schickte die Förderation ein Sondertrupp auf den Planeten SR388. Hier brach nach kurzer Zeit allerdings die Verbindung ab. Übertragende Daten wiesen aber eine große Präsenz der gefährlichen Metroids nach. Es liegt also wieder einmal an Samus Aran die Metroids zu vernichten.

Samus ist wieder gefragt

Wer bereits einen 2D Ableger der Metroid Reihe gespielt hat, weiss bereits was ihn erwarten wird. Man erkundet den Planeten, springt über Hindernisse, schießt auf seine Gegner, löst kleinere Rätsel, sucht fleissig nach Geheimgängen und verbessert stätig sein Arsenal an Waffen und Ausrüstung.

Willkommen auf SR388

Man startet wieder auf Samus’ Kampfschiff

Auf dem Planeten angekommen verlässt man Samus’ Kampfschiff, welches wie gewohnt als Speicher- und Aufladepunkt fungiert. Beim bewegen fällt eine Neuerung bei der Steuerung sofort auf – das Schiebepad. Die Steuerung mit dem Digitalkreuz ist leider nicht möglich, was bei klassischen 2D Sidescrollern erst einmal ungewohnt ist. Gerade bei schnellen Gefechten oder Sprungeinlagen wünscht man sich eine direktere Steuerung, als  mit dem Schiebepad möglich ist. Einen großen Vorteil hat das Schiebepad dann aber doch: präzises schießen. Denn anders als beim Digitalkreuz, kann man nun in alle in alle gewünschte Richtungen zielen und präzise die Gegner abschießen.

Der Schiebepad lässt einen präziser zielen

Am Start habt ihr neben dem normalen Beam, auch die Möglichkeit Raketen abzuschießen. Der Beam steht euch immer zur Verfügung, die Munition der Raketen ist begrenzt. Im weiteren Verlauf findet ihr Missle Container, wodurch sich die Kapazität der Raketen, die ihr bei euch tragen könnt, erhöht. Verbesserungen der Waffen gibt es natürlich auch wieder – so kommt z.B. der bekannte Charge Beam zurück. Hierdurch lässt sich der Schuss aufladen und macht dementsprechend mehr Schaden. Bereits früh im Spiel erhält man auch die Morph-Ball Fähigkeit. Mit dieser kann sich Samus nicht nur ducken, sondern zu einer kleinen Kugel formen und in dieser Form über den Planeten rollen und somit noch kleinere Durchgänge passieren.

Der Morph Ball darf bei Metroid nicht fehlen

Ihr startet mit einem Energie Tank – was genau 99 Energiepunkte entspricht – und könnt auch hier weitere Tanks finden, wodurch sich eure Maximale Energie erhöht. Diese sind auch dringend nötig, denn auf euch warten einige harte Kämpfe mit den Bewohnern des Planeten. Der Schwierigkeitsgrad dürfte auch für erfahrene Spieler noch eine Herausforderung bieten. Besiegte Gegner hinterlassen kleine Mengen von Energie und Munition. Weiterhin gibt es Aufladestationen über den Planeten verteilt, die eure Reserven wieder komplett auffüllen.
Soltet ihr aber doch einmal sterben, startet ihr meistens beim letzten Speicherpunkt neu. Diese werdet ihr Regelmäßig in Form von Speichersäulen finden. Da diese allerdings gar nicht so häufig vorkommen und Nintendo wohl unseren Frustgehalt gering halten wollte, gibt es hier auch eine Ausnahme: wenn ihr bei einem Bosskampf bzw. Metroid euer Leben lasst – dann startet ihr wieder direkt vor der Tür, die euch zu diesem führt.

Regelmäßiges speichern vermeidet Frust


Samus mit neuen Tricks

Zwar gibt es kein Schutzschild, allerdings kann Samus nun Kontern. Drückt ihr im richtigen Moment die Taste “X”, schlägt Samus den Gegner, bevor er euch verletzen kann. Dann ist dieser für kurze Zeit benommen und ihr könnt ihn ordentlich unter Beschuss nehmen. Auch neu hinzugekommen sind die “Aeion”-Fähigkeiten. Zum Start könnt ihr mithilfe der “Aeion”-Energie eure direkt Umgebung scannen und versteckte Wege sichtbar machen. Später kommen noch weitere Fähigkeiten hinzu, die euch vor Angriffen schützen oder euren Angriff verstärken.

Auf dem unteren Bildschirm seht ihr neben der Karte auch eure Energie, aktueller Vorrat an Raketen, verbleibende Metroids und eure “Aeion”-Energie (gelber Balken)

Mit diesen neuen Fähigkeiten macht ihr euch auf den Weg die verbliebenen Metroids auf dem Planeten zu finden und zu eliminieren. Hierbei wird auf dem unteren Bildschirm immer angezeigt, wie viele Metroids noch übrig sind und befindet ihr euch in der Nähe eines Metroids, fängt diese Anzeige an zu blinken. Über der Anzeige gibt es eine Karte eurer Umgebung auf der wichtige Informationen wie Speicherpunkte oder Türen eingezeichnet sind. Hier gibt es allerdings auch Wege, die ihr mit euren aktuellen Fähigkeiten noch nicht erreichen könnt oder Türen mit euren aktuellen Waffen noch nicht öffnen könnt. Hier könnt ihr euch unterschiedliche farbige Markierungen auf der Karte setzen (bis zu 10 Markierungen) und zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurückkehren. Damit dies nicht zu lange Dauert, gibt es Teleportstationen, mit denen ihr schneller auf den Planeten bewegen könnt.

Aktuell kein durchkommen? Markierung setzen und wiederkommen!


Gelungenes Remake?

Wer bereits einen der 2D Metroids gespielt hat, wird sich hier sofort heimisch fühlen. Es motiviert ungemein, wenn man neue Gebiete entdeckt, neue Fähigkeiten dazulernt oder der Anzug verbessert wird. Das präzise Zielen macht die Kämpfe auf jedenfall besser – auf der anderen Seite ist die Steuerung beim bewegen mit dem Schiebepad manchmal etwas ungenau. So wollte ich mich einige male einfach nur ducken, bin dann aber doch ein Stückchen nach rechts gelaufen und so direkt in den Gegner reingelaufen. Das nervt! Dies hätte man vielleicht anders lösen können, indem auch die Steuerung mit dem Steuerkreuz möglich gemacht hätte.
Während des Spiels kann man sich voll und ganz auf das Erforschen des Planeten und die Kämpfe konzentrieren. Zur Geschichte erfährt man etwas am Start des Spiels und am Ende – dazwischen gibt es leider keinerlei Zwischensequenzen (außer Samus, wie sie Aufzug fährt oder größere Gegner die sich ankündigen).
Dennoch hat es mir insgesamt sehr viel Spaß gemacht – gerade da das letzte 2D Metroid schon etwas her ist. Das Spielprinzip bleibt dabei gewohnt gut und die Neuerungen fügen sich gut ins Spielerlebnis ein. Nach knapp Zehneinhalb Stunden habe ich die Credits bestaunen dürfen und nach zwei weiteren Stunden hatte ich die 100% erreicht. Nach dem beenden der Geschichte habt ihr die Möglichkeit einen neuen Spielstand im “Hard Mode” zu starten – für den Fall, dass euch das normale Spiel nicht schon herausfordernd genug war.
Abschließend gesagt ist “Metroid: Samus Returns” ein Must Have für Metroid Fans und eine klare Kaufempfehlung für Action Fans, die vor etwas Herausforderung nicht zurückschrecken.

 

Screenshots

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